STEVES KÜRZLICHER TRIP NACH AFRIKA

 

Ich bin noch am Leben!


Ich bin gerade wieder zurück aus Afrika! Die Filmcrew und ich haben ein paar „Wildlife“ Dokumentarfilme während des Oktobers in Madagaskar gedreht. Unser Hauptaugenmerk galt dabei den Lemuren und Chamäleons. Madagaskar ist die viert größte Insel der Welt mit einer Fläche von etwas mehr als Frankreich. Es ist das Zuhause für alle Lemurenarten der Welt und auch das von fast allen Chamäleonarten. Es ist ein toller Filmdreh wenn man zusammen mit den sehr seltenen Lebewesen durch die Bäume schwingt. Ich verliebte mich in die Sifacas (eine Lemurenart) und in die Panther Chamäleons die mich bei jeder Gelegenheit bissen.

Als nächstes flogen wir nach Namibia um in der trockensten und ältesten Wüste – der Namib Wüste – zu filmen. Ich genoss wirklich die heißen Tage und das Gelände, als ich, während ich versuchte Schlangen und Echsen zu fangen, von einer steinigen Klippe fiel. Als ich fiel, fühlte ich, wie sich etwas scharfes in meine Hand bohrte. Zwei scharfe Stachel eines Baumes steckten in meiner linken Hand zwischen meinem Zeigefinger und meinem Daumen. „Autsch – das tut weh“. Beim herausziehen der zwei ziemlich langen Stacheln achtete ich nicht wirklich auf den Baum zu dem sie gehörten. Ich dachte mir einfach nichts dabei, da ich dauernd von Ästen, Büschen, Kakteen und ähnlichem gestochen, geschnitten und anders verletzt werde. Diese Nacht während ich mit meiner Kopflampe mitten in der Wüste nach Schlangen suchte, fing ich an mich krank zu fühlen und mein Arm wurde so dick wie ein Football. Genau dann wurde mir bewusst, dass mich eine Menge Schmerz erwartete. Die Schwellung, Fieber und das Schlechtfühlen hielten für ungefähr eine Woche an. Als ich zurück in Australien war, diagnostisierte man Necrosis (Gangräne). Die Wunde war schwarz und noch immer blutig. Das Gift des Baumes muss hochtoxisch sein, da die beiden Splitter die ich aus meiner Hand zog ziemlich alt und vertrocknet waren und ganz leicht vom Baum abbrachen. Die Kalahari Buschmänner, die in der Namib Wüste leben/lebten, benutzen das Gift von Bäumen wie den Euphorbia Pflanzen, um ihre Pfeile zu vergiften, um die Tiere die sie jagen zu töten.

Ich fühle mich gut und bin auf dem Weg der Besserung. Jeder hier im Zoo zieht mich ein wenig damit auf, dass ich so schnell gesund werde. Es geht das Gerücht um, dass ich mit alienmäßigen Kräften heile. Und dass ich, wenn meine Finger oder ein Arm amputiert würden, mir einfach einen neuen wachsen lassen würde, wie eine Eidechse die sich einen Schwanz nachwachsen lassen kann.

Steve Irwin